Institut für Urheber- und Medienrecht

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16.11.2005; 12:37 Uhr
Sony BMG ruft CDs mit umstrittenem Kopierschutz zurück
Über 4 Millionen Exemplare betroffen

Wie der Unterhaltungskonzern Sony BMG Music Entertainment in einer Pressemitteilung vom 16.11.2005 bekanntgab, werden sämtliche CDs, die mit dem umstrittenen Kopierschutzprogramm »XCP« ausgestattet sind, zurückgerufen. Gegenüber der USA Today gab der Konzern am 14.11.2005 an, dass hiervon über 4 Millionen Exemplare betroffen seien, von denen bereits 2,1 Millionen verkauft sind. Den Käufern bietet das Unternehmen einen Umtausch an gegen CDs ohne die Kopierschutzsoftware.

Die »XCP«-Software installiert sich beim Abspielen der CDs auf Computern unbemerkt und soll das Kopieren des Datenträgers erschweren. Kritiker bemängeln, dass es echten Viren als Einfallstor auf private PCs dient. Da das Programm nicht ohne Weiteres wieder entfernt werden kann, will Sony BMG hierfür eine spezielle Software entwickeln.

Nach einem Bericht von N24 sollen der Entertainmentkonzern bzw. der Hersteller der Kopierschutzsoftware, First 4 Internet, zudem selbst Urheberrechte verletzt haben. So seien Tool Code-Elemente des Open-Source-Musikplayers Lame verwendet worden, ohne die Benutzung des Codes angezeigt zu haben und einen Teil des eigenen Programm-Codes offen zugänglich zu machen, wozu Nutzer des Open-Source-Programms verpflichtet sind.

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[IUM/hl]

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