Institut für Urheber- und Medienrecht

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11.03.2004; 19:08 Uhr
Private Rundfunkveranstalter fordern Gleichbehandlung mit öffentlich-rechtlichen Fernsehveranstaltern bei der digitalen Übertragung
Auch Programme der Privatsender sollen ohne Smartcard empfangen werden können

Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) fordert, dass nicht nur die Programme der öffentlich-rechtlichen Anstalten bei der digitalen Übertragung in Kabelnetzen ohne Smartcard empfangen werden können. Im digitalen Übertragungszeitalter müsse es einen fairen Wettbewerb der Programme und einen chancengleichen Zugang zu den Zuschauern geben, erklärte Jürgen Doetz, Präsident des VPRT, laut einer Pressemitteilung des Verbandes vom 11.3.2004. Hintergrund der Forderung ist eine Ankündigung der Kabel Deutschland GmbH, die digitalen Programme der ARD und ZDF im Gegensatz zu privaten Programmen künftig ohne Kundenadressierung anzubieten. Damit ist der Empfang der Privatsender nur mit einer entsprechenden Smartcard in den digitalen Empfangsboxen möglich. Weiter sollten die Programmplätze in den elektronischen Programmführern nach neutralen Kriterien wie Alphabet oder Reichweite sortiert werden. ARD und ZDF sollten nicht mehr automatisch auf dem ersten und zweiten Sendeplatz stehen. Der VPRT spricht sich außerdem dafür aus, dass ausschließlich die Kabel Deutschland GmbH (KDG) die Zertifizierung der Set-Top-Boxen vornehmen kann. Ebenso wie ARD und ZDF fordern die Privaten eine Ausrüstung der Decoder mit dem MHP-Standard (Multimedia Home Plattform).

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[IUM/kr]

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