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04.06.2003; 15:55 Uhr
Kabelnetzbetreiber drängt auf Abschaltung der analogen TV-Programme
Vollständig Digitalisierung brächte "über Nacht 300 bis 440 freie Programmplätze"

Der mit 10,3 Millionen Kunden größte deutsche Kabelnetzbetreiber, die Kabel Deutschland GmbH (Kabel Deutschland), drängt auf ein rasches Ende der Einspeisung analoger Fernsehprogramme und eine vollständige Digitalisierung der Kabelnetze. "Wir hätten dann über Nacht 300 bis 440 freie TV-Programmplätze", zitiert die "Financial Times Deutschland" (FTD) am 4.6.2003 den Geschäftsführer des Unternehmens, Rolf Steindorf. Außerdem könnten nach einer Digitalisierung auch Internetzugänge über das Kabelnetz angeboten werden. Nach Darstellung der "FTD" warnt Steindorf davor, sich beim Wechsel zur leistungsfähigeren Digitaltechnik auf den Markt zu verlassen. "Die freien Kräfte der Marktwirtschaft werden das nicht regeln", meinte der Manager. Man müsse sich Gedanken über eine "Zwangsdigitalisierung" der Netze machen. Wie die "FTD" weiter schreibt, schlug Steindorf als Möglichkeit für einen stufenweisen Übergang eine Umstellung von jährlich fünf der 30 analogen Kabelplätze vor. Um Geldgeber vom Sinn von Investitionen im Kabelbereich zu überzeugen, will Kabel Deutschland nach dem Bericht der "FTD" im Frühjahr 2004 zwei Pilotprojekte in München und Berlin starten.

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