Institut für Urheber- und Medienrecht

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03.11.2008; 19:05 Uhr
Produzenten hoffen auf angemessene Vergütung für ihre Produktionen
Online-Angebote müssen bei Vertragsverhandlungen berücksichtigt werden

Nach der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (vgl. Meldung vom 27.10.2008) hat auch die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen für eine faire Lösung in den Verhandlungen mit Fernsehsendern plädiert und sich dabei ebenfalls auf eine Protokollnotiz zum Entwurf des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags bezogen, nach der eine »faire Aufteilung der Verwertungsrechte« erwartet werde. Die im Vertragsentwurf vorgesehene Möglichkeit, Sendungen grundsätzlich sieben Tage lang, bei zeit- und kulturgeschichtlichen Inhalten nach erfolgreichem 3-Stufen-Test auch länger, im Internet abrufbar zu halten, betreffe den Parallelmarkt für DVD und Video-On-Demand nachhaltig und sei daher bei der Vergütung zu berücksichtigen.

Der Vorsitzende der Produzentenallianz, Alexander Thies, erwartet, in den Verhandlungen zu einer Lösung zu kommen, die die Interessen der Produzenten berücksichtigt. Bereits im Vorfeld der Einigung der Ministerpräsidenten auf den Text zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag am 23. Oktober 2008 hatte sich Oliver Berben, Vorstandsmitglied der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen gegen die Regelungen zu den Mediatheken ausgesprochen, da die übrigen Verwertungswege dadurch gefährdet würden (vgl. Meldung vom 21. Oktober 2008). Diese als § 11 d in den Rundfunkstaatsvertrag aufzunehmende Vorschrift sei allenfalls dann hinnehmbar, wenn gewährleistet sei, dass der Abruf aus Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender nur von Deutschland aus erfolgen kann, so Berben.

Dokumente:

Institutionen:

[IUM/bs]

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