Institut für Urheber- und Medienrecht

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01.06.2010; 10:57 Uhr
Online-Jugenschutzbericht 2009
Fazit: Betreiber von Videoplattformen und Sozialen Netzwerken müssen wachsamer sein

Am 31. Mai 2010 hat »jugendschutz.net« den Online-Jugendschutzbericht für 2009 veröffentlicht. Bei »jugendschutz.net« handelt es sich um eine Initiative der Jugendminister aller Bundesländer zur Überprüfung jugendschutzrelevanter Angebote im Internet. Ziel der Organisation ist ein vergleichbarer Jugendschutz wie in den traditionellen Medien. Aus dem Jahresbericht »Jugendschutz im Internet« geht hervor, dass es immer mehr Angebote gibt, in denen Selbstgefährdungen wie »Ritzen« oder »Hungern« als moderner Lifestyle präsentiert und propagiert werden. Die Anzahl dieser Angebote habe sich inzwischen verdoppelt. Insgesamt fand »jugendschutz.net« auf 19.000 überprüften Angeboten 2.400 Verstöße, meist im Bereich Pornographie.

Entsprechend seinem Auftrag, auf die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen zu drängen, appelliert »jugendschutz.net« an alle Betreiber von Videoplattformen und Sozialen Netzwerken, »ihre Verantwortung für den Jugendschutz stärker wahrzunehmen und Risiken auf ihren Plattformen nachhaltig zu reduzieren«. Die Organisation weist auch auf Erfolge bei der Löschung hin. In 75 Prozent der Fälle seien Angebote schnell gelöscht worden. Gegen Anbieter, die nicht kooperieren, könnten zudem seitens der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) Bußgelder verhängt werden.

Dokumente:

Institutionen:

[IUM/eg]

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