Institut für Urheber- und Medienrecht

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07.03.2005; 16:50 Uhr
Schwedisches Königshaus geht gegen deutsche Zeitschriftenverlage vor
Schadensersatzklagen wegen vermeintlich erfundener Berichte

Das Schwedische Königshaus wird wegen vermeintlich falscher Berichterstattungen über das Privatleben der Prinzessinnen Victoria und Madeleine Schadenseratzklagen »in erheblicher Höhe« gegen deutsche Zeitschriftenverlage einreichen. Das meldet die dpa am 7.3.2005 unter Berufung auf Ann-Christine Jernberg, die Sprecherin des Königshauses. Sollten die Verlage zu Schadensersatzzahlungen verpflichtet werden, wollen König Carl XVI Gustav und Königin Silvia diese an wohltätige Einrichtungen weiterleiten.

Stein des Anstoßes sind zahlreiche nach Meinung des Hofes frei erfundene Berichte über Heiratspläne, Schwangerschaften und Abtreibungen der beiden Töchter des Königspaares. Bisher hatte das Königshaus auf gerichtlichem Weg Widerrufe und Entschuldigungen erstritten. Erst im November 2003 hatte sich der Klambt-Verlag verpflichtet, in zwei Verlags-Illustrierten jeweils einen Widerruf mit angefügter Entschuldigung abzudrucken. Bei Durchsicht der Klatschpresse der letzten fünf Jahre sei man jedoch auf derartig viel Erfundenes gestoßen, dass Entschuldigungen einfach nicht ausreichten, so Jernberg laut dpa.

[IUM/kr]

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